Farben und ihre Entwicklung

Geburt und erste Wochen
- Birmakatzen kommen weiss zur Welt, da das Gen für die Siam-typische Point-Zeichnung temperaturabhängig ist. In der warmen Umgebung des Mutterleibs wird die Produktion des dunklen Pigments (Eumelanin) gehemmt.
- In den ersten Tagen bis Wochen beginnen sich langsam die ersten dunkleren Färbungen an den sogenannten Points (Gesicht, Ohren, Beine, Schwanz) zu entwickeln.

Farbentwicklung in den ersten Monaten
- Etwa ab der zweiten bis vierten Woche werden die ersten Farbveränderungen an den Points sichtbar.
Die Intensität hängt von der jeweiligen Farbvariante (z.B. Seal, Blue, Chocolate, Lilac, etc.) ab.
- Bis zum dritten Monat lassen sich die Hauptfarben meist gut erkennen, auch wenn sie noch nicht ihre endgültige Intensität erreicht haben.
- Die typische weisse "Handschuhzeichnung" (weisse Pfoten) ist bereits ab Geburt sichtbar.

Weitere Farbintensivierung bis zum Erwachsenenalter
- Die Farbe dunkelt im Laufe der Zeit weiter nach. Es dauert oft ein bis zwei Jahre, bis die vollständige Farbentwicklung abgeschlossen ist.
- Der Körper bleibt heller als die Points, kann aber mit zunehmendem Alter ebenfalls nachdunkeln.
Einfluss von Temperatur und Genetik
- Die Farbintensität ist temperaturabhängig: In kälteren Regionen oder Jahreszeiten können die dunklen Bereiche intensiver erscheinen.
- Die genetische Grundlage der Farbentwicklung ist das cs-Gen (Colorpoint-Allel), das die Produktion von Melanin temperaturabhängig reguliert.
Farbvarianten bei Birmakatzen
- Die häufigsten Farben sind Seal-Point, Blue-Point, Chocolate-Point, Lilac-Point, Red-Point und Cream-Point.
- Die Farbe Red und Cream (auch in Tabby) sieht bei einem erwachsenen Tier eindrucksvoll aus. Aber bei Jungtieren sehen diese Farben sehr lange blass aus und man braucht viel Vorstellungskraft, wie diese Farben bei einem erwachsenen Tier aussehen werden.
Bei einer Tabby-Zeichnung in Red oder Cream ist es nicht nur für Laien, auch für Profis oftmals schwierig
zu erkennen, ob die Katze eine echte Tabby-Zeichnung hat, weil diese Farben zu einer sogenannten "Geisterzeichnung " neigen. Es kann vorkommen, dass dann nur ein Gentest bei der korrekten Farbbestimmung helfen kann.
- Zudem gibt es Tabby (mit Streifenmuster in den Points), Tortie- und Torbie- Varianten.
- Die Wundertüten Tortie und Torbie sind bunte Katzen, oder auch als Glückskatzen bekannt. Tortie-Birmas haben zusätzlich zu ihrer Grundfarbe immer die Farbe Red oder Cream und sind ausschliesslich weibliche Katzen. Sollte es in seltenen Fällen ein männliches Tier sein, ist dieses nicht zeugungsfähig.
Hat eine Birmakatze in Tortie auch die Tabby-Zeichnung, dann bezeichnet man sie als Torbie. (Eine Abkürzung aus Tortie-Tabby).
Zusammenfassend entwickeln sich die Farben der Birmakatze über Monate hinweg, wobei die endgültige
Intensität oft erst mit zwei bis drei Jahren erreicht wird.
EMS-Code
Die FIFe verwendet ein Kennzeichnungssystem (EMS = Easy Mind System), bei dem die Rasse, Farbe und
Zeichnung der Katze durch eine Kombination von Buchstaben und Zahlen ersetzt wird.
Die Buchstabenkombination am Anfang bestimmt die Rasse (SBI = Sacred Birman), der folgende
Kleinbuchstabe definiert die Farbe und die Zahlenkombination am Schluss, sofern vorhanden, steht für das Fellmuster (bei der Birma 21 = Tabby).
Auf den folgenden Fotos sieht man immer die gleiche Katze als Kitten und Erwachsen.
Die Tabby-Zeichnung
Eine Tabby-Zeichnung (auch "Lynx-Point" genannt) bei einer Birmakatze erkennt man an folgenden Merkmalen:
Gestreifte Points
- Im Gegensatz zu den einfarbigen Points der klassischen Birmakatzen, haben Tabby-Birmas sichtbare Streifen in den Points (Gesicht, Ohren, Beine, Schwanz).
M-Zeichnung auf der Stirn
- Ein eindeutiges Erkennungsmerkmal für Tabby-Birmakatzen ist das M-förmige Muster auf der Stirn.
Diese Markierung ist typisch für alle getigerten Katzen (Tabbys).
Helle Umrandung um die Augen
- Tabby-Birmas haben eine hellere, fast weisse Umrandung um die Augen, was ihnen einen besonders sanften Ausdruck verleiht.
Zusätzliche Merkmale
- Bei einer Tabby-Zeichnung sieht man weisse Ohrränder.
- Auch sieht man bei Tabby-Zeichnung einen weissen „Schmetterling“ unter der Nase, eine einzigartige Zeichnung bei Birmakatzen.
Farbvarianten mit Tabby
- Die Tabby-Zeichnung kann mit jeder Point-Farbe kombiniert werden, z. B.:
Seal-Tabby-Point (dunkelbraune Streifen in den Points)
Blue-Tabby-Point (grau-bläuliche Streifen)
Chocolate-Tabby-Point (milchkaffeebraune Streifen)
Lilac-Tabby-Point (zartgraue Streifen)
Die Tabby-Birmakatze sieht insgesamt etwas „wilder“ aus als eine klassische Birma, behält aber ihre edle Erscheinung mit den weißen Handschuhen und den blauen Augen.
Mehr zu den Farben findet man auf unserer Clubhomepage www.club-birman.ch
